Die meisten Sparten der Elektro- und Elektronikindustrie verzeichneten Zuwachsraten in der Produktion. Die Hersteller von elektronischen Bauelementen (10,3 Prozent Anteil am Gesamtproduktionswert) konnten ihre Produktion erneut fast zweistellig ausweiten (+8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). „Das ist als sehr positives Zeichen zu bewerten. Der Absatz von elektronischen Bauelementen gilt als Frühindikator für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Branche“, erklärt Roitner.
Die größte Sparte – die Hersteller von Generatoren, Transformatoren und Motoren (16,1 Anteil am Gesamtproduktionswert) – wächst von Jänner bis Juni 2015 ebenfalls um 8,9 Prozent. Auch elektrische Schalt- und Verteilungseinrichtungen, die einen Anteil von 12,6 Prozent an der gesamten Produktion haben, verzeichnen im genannten Zeitraum ein Wachstum um rund 10 Prozent.
„Die Elektro- und Elektronikindustrie unternimmt große Anstrengungen, um im internationalen Wettbewerg reüssieren zu können. Erfolg kann nur in einer höheren Wertschöpfung liegen. Die Digitalisierung der Produktion oder Industrie 4.0 ist daher ein Bereich, den viele unserer Unternehmen bereits als Wachstumstreiber erkannt haben“, so Roitner.
Forschungsintensivste Branche in Österreich
Die Elektro- und Elektronikindustrie ist mit 20.800 Euro pro Beschäftigtem die forschungsintensivste Industriebranche in Österreich. Die F&E-Ausgaben der Branche beliefen sich laut Statistik Austria auf 957,5 Mio. Euro, 6.143 Personen sind im F&E-Bereich beschäftigt. Jeder dritte österreichische Weltmarktführer kommt derzeit aus der Elektro- und Elektronikindustrie.
„Österreich braucht aber noch mehr Forschung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im internationalen Vergleich rutscht Österreich zurück und es geht wertvolle Zeit verloren. Forschung und Entwicklung werden stärker zum Produktionsstandort verlagert, drei von fünf Weltmarktführern werden laut Boston Consulting Group künftig in Schwellenländern beheimatet sein“, erklärt Roitner.